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Therapie der Birkenpollenallergie durch Apfelkonsum

Pollenallergien kommen bei bis zu 20% der mitteleuropäischen Bevölkerung vor und verzeichnen in den letzten Jahrzehnten auch in Tirol und Südtirol eine deutliche Zunahme. Ist eine wirksame Therapie durch den Verzehr von Äpfeln möglich?

Das Kernprodukt des Projektes ist die Entwicklung eines alternativen Therapieansatzes, mit welchem Pollenallergiker durch den Genuss frischer Äpfel behandelt werden können, ohne auf synthetische Präparate oder langwierige Behandlungen angewiesen zu sein.

Bis heute ist eine nachhaltige Therapie mit einer zeitaufwändigen spezifischen Immuntherapie („Hyposensibilisierung“) verbunden, bei welcher der Allergiker zunehmende Konzentrationen von Birkenpollenextrakten über mehrere Jahre verabreicht bekommt, um sein Immunsystem an die Allergene zu gewöhnen.

Birkenpollenallergiker haben nicht selten ebenso eine Allergie auf Kernobst, Steinobst oder Nüsse da diese Allergene ein starke Ähnlichkeit mit dem Birkenpollenallergen aufweisen und als Folge eine Kreuzreaktion auslösen können. Bei der Studie wird die Kreuzreaktion mit Äpfeln therapeutisch genutzt, um eine mögliche Besserung der Heuschnupfensymptome und eine bessere Verträglichkeit von Äpfeln bzw. anderem Kern- und Steinobst oder Nüssen zu erreichen.

Überdies wird das allergene Potenzial einer Reihe von Apfel-, Erdbeer- und Pflaumensorten beschrieben, wodurch sich Apfelallergiker vor dem Einkauf über das allergene Potenzial einer Obstsorte erkundigen können.

Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich gefördert und in Kooperation mit dem Versuchszentrum Laimburg, der Universität Innsbruck und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb-Gesundheitsbezirk Bozen durchgeführt.

Einschlusskriterien

  • Alter: 18-70 | Männer & Frauen
  • + Birkenpollenallergie, Allergie auf Äpfel
  • keine spezifische Immuntherapie gegen Birken in den letzen 5 Jahren
  • Wohnsitz in Tirol /Südtirol während der Therapie- und Pollenflugphasen

 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Norbert Reider

E-Mail: norbert.reider@i-med.ac.at

Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie | Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck | Tel.: (+43-512) 504-22971, Fax: (+43-512) 504-22990