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Zecken

Allgemeines über Zecken

Zecken halten sich gern in hohem Gras oder Strauchwerk auf. Beim Hindurchgehen streift man sie mit dem eigenen Körper ab und sie können sich dann auf der Haut festsetzen.

Infektionen mit durch Zecken übertragenen Krankheiten finden vor allem von Marz bis Oktober statt (bei entspre- chenden Witterungsbedingungen eventuell auch früher oder später).


Schutz vor Zeckenstichen

• Ziehen Sie sich und Ihrem Kind bei Spaziergängen, vor allem bei Kontakt zu bodennahen Pflanzen (hohem Gras. Strauchwerk, Farne), helle Kleidung, die den Körper weitge- hend bedeckt, und festes Schuhwerk an.
• Suchen Sie nach Aufenthalten in möglichen Zeckengebieten vor allem bei Kindern den Körper nach Ze- cken ab. Bevorzugte Saugstellen sind Kopf, Hals, unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen.
• In der Apotheke oder in Drogeriemärkten sind Insekten- schutzmittel erhältlich. Diese werden auf die Haut aufge- tragen und können für einen gewissen Zeitraum Schutz vor Zeckenbissen bieten.

Zecken richtig entfernen

• Entfernen Sie die Zecke mit einer speziellen Zeckenpinzette (erhältlich in der Apotheke) oder einfach mit den Fingernägeln.
• Fassen Sie die Zecke am Körper so nah wie möglich an der Haut.
• Ziehen sie die Zecken vorsichtig gerade heraus.
• Achten Sie darauf, die Zecke möglichst wenig zu quet- schen.
•  Bedecken Sie die Zecke vor dem Herausziehen nicht mit Öl oder anderen Substanzen.
•  Desinfizieren Sie die Wunde nach Entfernung der Zecke.

Krankheiten

Durch Zeckenstiche können vor allem das Bakterium Borrelia burgdorferi und das die Frühsomrner-Meningoencephalitis
(FSME) auslösende Virus übertragen werden. Während
10 – 35 % der Zecken mit Borrelien befallen sein kön- nen, sind in Endemiegebieten 0,1 – 5 % der Zecken mit dem FSME-Virus befallen.
Erkrankte Personen sind nicht ansteckend.
 

Borreliose

Das klinische Bild der Borreliose ist vielgestaltig. Eine Borreli- ose kann durch Antibiotika behandelt werden. Gehen Sie zur Ärztin/ zum Arzt, wenn Sie oder Ihr Kind nach einem Zecken- stich folgende Symptome zeigen:

Wanderröte (Erythema chronicum migrans): Eine sich ringför- mig ausbreitende Rötung, die vor allem an der Einstichstelle auftritt, aber auch an anderen Körperstellen auftreten kann.

Wenn sich allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- schmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Ner- venschmerzen einstellen.


Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

FSME ist eine bestimmte Form der Gehirnhaut- und Hirnent- zündung und wird durch Viren Ausgelöst. Diese kommen häu- figer in Risikogebieten vor. In Österreich liegen diese Haupt- verbreitungsgebiete vor allem in den ländlichen Regionen der östlichen und südlichen Bundesländer (Steiermark, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, auch Salzburg und Burgen- land). In Tirol haben vor allem Talgebiete ein FSME-Risiko (z.B. das Inntal). Auch in den Risikogebieten ist nur ein geringer
Teil der Zecken mit FSME infiziert.

Gehen Sie zur Ärztin/ zum Arzt, wenn Sie oder Ihr Kind nach einem Zeckenstich folgende Symptome zeigen: Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Erbre- chen, Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche (bis zu 20 Tagen) kann eine Meningoenze- phalitis (Hirnhaut-/ Hirnentzündung) mit Fieber, Kopfschmer- zen, Erbrechen und Nackensteifigkeit auftreten.
Eine spezifische Therapie ist nicht verfügbar.


FSME-Impfung

Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis  (FSME) ist eine Impfung möglich, diese ist jedoch NICHT gegen Borrelien wirksam. Derzeit ist keine Impfung gegen Borrelien möglich!

FSME-Impfstoffe sind gut verträglich und sehr gut wirksam. Eine Indikation  für eine Impfung besteht für Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und verhaltensbedingt (Beruf, Freizeit) gegenüber Zecken exponiert sind.

Insgesamt handelt es sich um drei Teilimpfungen innerhalb eines Jahres, danach soll die erste Auffrischung nach drei Jah- ren, die weiteren Auffrischungen alle fünf Jahre erfolgen (ab dem 60. Lebensjahr immer  alle 3 Jahre). Kinder unter einem Jahr sollten nur bei dringlicher Indikation geimpft werden, als unterste  Altersgrenze gelten derzeit sechs Monate.

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