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Geschichte

Im frühen 19. Jahrhundert erfolgte die Versorgung syphilitischer PatientInnen in Innsbruck an der Chirurgischen Klinik. Der dort schwerpunktmäßig mit Geschlechtskrankheiten befasste Professor Eduard Lang etabliertim späten 19. Jahrhundert aufgrund des hohen PatientInnenaufkommens eine eigene Klinik für Syphilis und Dermatologie. Die dazugehörige Lehrkanzel wurde am 26. September 1873 von Kaiser Franz Joseph genehmigt. Ab 1874 hielt Professor Lang in Innsbruck eine systematische Vorlesung über Pathologie und Therapie der Hautkrankheiten.

1894 übersiedelte die Klinik aus dem alten Stadtspital in ein neu errichtetes dreigeschossiges Klinikgebäude am heutigen Universitätscampus in Innsbruck-Wilten, welches heute unter Denkmalschutz steht. Noch 1882 hatte das Innsbrucker Spitalsneubauprojekt eine gemeinsame Unterbringung der Medizinischen und der Syphilitisch-dermatologischen Klinik vorgesehen. Da jedoch ein eingeholtes Hygiene-Gutachten die vollständige Absonderung der syphilitischen Kranken empfahl, wurde ein separates Gebäude geplant, das allerdings zunächst auch die 1891 neu geschaffenen Extraordinariate und Kliniken für Psychiatrie und Nervenpathologie sowie Oto- und Laryngologie mit beherbergte und deshalb als „Psychiatrische Haut- und Ohrenklinik“ bezeichnet wurde.


 

 

 

 

Vorstände der Innsbrucker Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
 

 

Eduard Lang (1873-1887), anschließend Vorstand II. Abteilung für Syphilis in Wien
Schwerpunkt: Infektiologie (Syphilis, Tuberkulose)


Adolf Jarisch (1888-1892), anschließend Vorstand der Univ.-Hautklinik in Graz
Lehrbuch: „Die Hautkrankheiten“, Namensgeber der Jarisch-Herxheimer-Reaktion


Wladimir von Lukasiewicz (1892-1898), anschließend Vorstand der Univ.-Hautklinik in Lemberg
Schwerpunkte: Lichen scrophulosorum, Erythema multiforme, Folliculitis exulcerans, Mycosis fungoides, Xeroderma pigmentosum


Johann Heinrich Rille (1898-1902), anschließend Vorstand der Univ.-Hautklinik in Leipzig
Lehrbuch: „Lehrbuch der Haut- und Geschlechtskrankheiten“


Ludwig Merk (1903-1925)
Schwerpunkte: Pellagra, Dermatopathologie; Einrichtung Wassermannlabor


Leopold Arzt (1926), anschließend Vorstand I. Univ.-Hautklinik in Wien
Lehrbuch: „Die Haut- und Geschlechtskrankheiten“, „Allgemeine Dermatologie“, „Atlas der Haut- und Geschlechtskrankheiten“


Wilhelm Kerl (1926-1927), anschließend Vorstand II. Univ.-Hautklinik in Wien
Schwerpunkte: Strahlentherapie der Haut, Salvarsan-Therapie, Errichtung der Lichtstation


Leo Kumer (1928-1938), 1938 inhaftiert, ab 1939 Vorstand Hautabteilung Wilhelminenspital in Wien
Lehrbuch: „Dermatologie“, Schwerpunkte: Strahlentherapie (Radium), Infektiologie (Mykosen, Tuberkulose, Viruserkrankungen)


Josef Konrad (1945-1971)
Errichtung Fotolabor, Schwerpunkte: Verbrennungen, Strahlentherapie, Tuberkulose, Lupus erythematodes, Syphilis


Gustav Niebauer (1971-1975), anschließend Vorstand II. Univ.-Hautklinik in Wien
Schwerpunkte: Bindegewebe, Pigment, Melanom


Klaus Wolff (1976-1981), anschließend Vorstand I. Univ.-Hautklinik in Wien
Lehrbücher: „Dermatology in General Medicine“, „Color Atlas and Synopsis of Clinical Dermatology“, „Challenge Dermatology“, Schwerpunkte: Langerhanszellen, Melanom, Therapie entzündlicher Hautkrankheiten


Peter Fritsch (1983-2008)
Lehrbücher: „Dermatologie, Venerologie“, „Dermatologie & Venerologie für das Studium“, Schwerpunkte: SSSS, TEN, Melanozyten, Langerhanszellen, Retinoide

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